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Aus dem Buch der Psalmen:
"Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher. Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit." Ps 23
Aus dem Leben des Bruders Konrad
In einem der Briefe Bruder Konrads steht der Satz: "Das Kreuz ist mein Buch. Ein Blick auf das Kreuz lehrt mich bei jeder Gelegenheit, wie ich mich zu verhalten habe. Da lerne ich Geduld und Demut. Da lerne ich jedes Kreuz mit Geduld tragen, ja es wird mir süß und leicht." Wo er an einem Kreuzbild vorüberkam, blieb er stehen, verneigte sich tief küsste seine Fingerspitzen und berührte damit die Fußwunde des Erlösers. Auf den Tod erkrankt musste sich Bruder Konrad am 18. April in der Kranken-zelle Ruhe gönnen. Ohne jede Klage, ganz in sich gekehrt lag der Kranke auf seinem harten Lager, ruhig, zufrieden, schweigend, gesammelt und ganz gottergeben. Einem Bruder sagte er: "Ich red jetzt nichts mehr, ich muss mich vor-bereiten auf die Ewigkeit." Am 21. April 1984 abends, während des samstägli-chen Abendläutens, schied Bruder Konrad von dieser Erde.
Gebet: Herr, unser Gott, du willst, dass wir den Weg unseres Lebens in Treue und Vertrauen gehen. Bruder Konrad ist uns zum Vorbild geworden auch in seinen letzten Erdentagen. Hilf uns, dass auch wir dir entgegengehen jetzt und in der Stunde unseres Todes. Darum bitten wir, durch Christus unsern Herrn. Amen.